Was bedeutet "Züchten unter den Vorschriften des KfT"?

- sehen Sie hierzu bitte auch "Terriervermittlung" auf der HP des KfT-

Der Klub für Terrier e.V. von 1894 ( KfT ) ist Mitglied des Verbandes für das Deutsche Hundewesen ( VDH ) und über diesen der Fédération Cynologique international ( FCI ) angeschlossen.

Züchter des KfT unterwerfen sich somit den Vorschriften dieser Vereinigungen, die als eine der strengsten Zuchtordnungen der Welt mit hohem Qualitätsstandard gelten. So wird vom VDH für seine Mitglieder garantiert, dass die Zucht in erster Linie tierschutzorientierten Gesichtspunkten folgt. Aufwendige Zuchtprogramme zur Vermeidung genetischer Defekte und die enge Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung verfolgen dabei ein Ziel: Die Zucht von gesunden und verhaltenssicheren Hunden nach den Standards der FCI.                 

Diese betreffen v.a.

- die Zucht-Zulassung der Hunde 

- die Zucht-Erlaubnis  

- die Wurfkontrollen durch den Zuchtwart   

- die Wurfabnahmen durch den Zuchtwart 

- die  Ahnentafeln   

- den Maßnahmenkatalog bei Zucht-Verstößen  

 

Es darf nur mit gesunden, verhaltenssicheren Hunden gezüchtet werden, die in das jeweilige Zuchtbuch des KfT eingetragen sind und die vom KfT festgelegten Zuchtvoraussetzungen erfüllen. Diese Zuchtvoraussetzungen beinhalten die Altersbegrenzung, Zuchtpausen, gesundheitliche Mindest-Voraussetzungen und das Bestehen von Zuchtzulassungsprüfungen.

Verhaltensstichproben im Rahmen einer Zuchtzulassung-Veröffentlichung im VDH (3/16):    Bevor ein Hund im Geltungsbereich des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) eine Zuchtzulassung erhält, muss er sich erfolgreich einer gesonderten Überprüfung stellen. Unter die Lupe genommen werden dabei seine äußere Erscheinung einschließlich der Bewegungsabläufe sowie seine Gesundheitsdaten und sein Verhalten. Zuständig für die konkrete Ausgestaltung der Zuchtzulassungsüberprüfung ist der jeweilige Verein, der die Zuchthoheit für die betreffende Rasse innehat. Bezüglich der Beurteilung des Verhaltens gibt es dabei sehr unterschiedliche Möglichkeiten und Verfahren. Um den Einstieg in die Gesamtthematik zu erleichtern, stellt der VDH kostenfrei ein Video zur Verfügung, das der Veranschaulichung der Problematik und der Erleichterung von deren Bearbeitung in den Klubs dient. Der VDH empfiehlt einen recht kurzen Basistest mit einfachen sozialen Situationen und einen zwar existierenden, jedoch relativ niedrigen Selektionsdruck, gibt es doch in all den Bereichen, die einen Rassehund charakterisieren, viele zu berücksichtigende Merkmale. Das führt unumgänglich dazu, dass der genetischen Diversität hohe Aufmerksamkeit geschenkt werden muss. Bei jenen Rassen, bei denen eine gewisse soziale Reserviertheit im Standard erwähnt ist, bieten sich in einigen Durchführungsabschnitten der Verhaltensstichprobe andere Anspruchsniveaus an, als bei Rassen, deren psychische Robustheit in den Rassekennzeichen betont wird. Etliche weitere Aspekte spielen eine Rolle, aber die brauchen an dieser Stelle gar nicht beschrieben zu werden, denn sollten Sie nun neugierig geworden sein, steht Ihnen ja der Videofilm zur Verfügung. Wir hoffen darauf, dass er Ihr Interesse findet:https://youtu.be/4NY-K7k0rNI

Ein angehender Züchter hat neben den formellen Voraussetzungen wie Beantragen eines Zwingernamens auch die örtlichen Bedingungen einer Zuchtstätte zu schaffen und sein kynologisches Wissen durch Teilnahme an Schulungen nachzuweisen Die Zwingerneuzulassung erfolgt durch einen Zuchtwart.

Jeder Wurf muss innerhalb der ersten beiden Lebenswochen von einem Zuchtwart besichtigt und nicht vor Vollendung der 8. Lebenswoche von diesem abgenommen werden. Bei dieser Wurfabnahme hat der Zuchtwart

- die Identität jedes Welpen anhand des vom Tierarzt eingesetzten Mikrochip mit der vom KfT vergebenen Zuchtbuchnummer festzuhalten

- zu überprüfen, ob die Entwurmungen durchgeführt wurden

- anhand der Impfpässe zu kontrollieren, ob die vorgeschriebenen Impfungen erfolgt sind

- die Welpen begutachten

- in diesem Alter erkennbare Fehler im Wurfabnahmeprotokoll zu vermerken

 

Als Abstammungsnachweis werden vom KfT beglaubigte Ahnentafeln ausgestellt, die weiterhin im Eigentum des KfT sind. Der Eigentümer des Hundes hat ein Besitzrecht an der Ahnentafel. Diese Ahnennachweise sind mit dem VDH- Gütesiegel ausgezeichnet. Dies gewährleistet, dass strenge Wurf- und "Zuchtkontrollen durchgeführt werden. Aufwendige Zuchtprogramme zur Vermeidung genetischer Defekte und die enge Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung verfolgen dabei das Ziel:die Zucht von gesunden und sozial verträglichen Rassehunden.

s. hierzu die Zucht-Ordnung des KfT ( download unter www.kft-online.de )

und "Qualitätssiegel des Klub für Terrier (unter www.kft-online.de/Rassen/Terriervermittlung)

Hier die Geburt eines Jack- Russell- Wurfes bei einer befreundeten Züchterin: https://youtu.be/8XwzDr_Eok8  ©K.Thalhofer www.jack-russell-bayern.de u. Seite Galerie/Freunde

 

Noch ein Hinweis des VDH- veröffentlicht in "Hunde Revue"/ 1/2003:

In der BRD darf im Prinzip jeder Hunde züchten. Die Ausstellung von Ahnentafeln ist ebenfalls nicht gesetzlich reglementiert. Deshalb Inserate mit dem Hinweis "mit Ahnentafelnachweis" bzw. "mit Zertifikat" mit Vorsicht  behandeln. Häufig werden Ahnentafeln oder ähnliche Papiere mit Angaben geliefert, deren Inhalt nicht überprüfbar oder nicht selten sogar nachweislich falsch ist. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn in  Zeitungsinseraten viele Rassen gleichzeitig angeboten werden- hier handelt es sich oft um Hundehändler, die nur kommerzielle Interessen verfolgen.   Nur Ahnennachweise mit dem Gütesiegel "VDH" gewährleisten, dass die darin enthaltenen Angaben korrekt sind und strenge Wurf- und Zuchtkontrollen durchgeführt werden. Die Zuchtwarte der VDH- Mitgliedsvereine sind besonders ausgebildete und erfahrene Fachleute, die auch erkennen, ob die Hunde entsprechend geprägt und sozialisiert, also auf das Leben in der Familie vorbereitet wurden. Ihrem Urteil kann man vertrauen.

 

Auf der HP des VDH ist unter "Gesunde Welpen aus kontrollierter Zucht" folgende Veröffentlichung:

Über 240 verschiedene Hunderassen werden in den Zuchtvereinen des VDH betreut und unter strengsten Kontrollen gezüchtet. Der VDH und seine Mitgliedsvereine haben sich im internationalen Vergleich – seit jeher– für ein äußerst strenges Zuchtreglement entschieden. Die entsprechenden Richtlinien legen den höchsten Stellenwert auf die Gesundheit und den Tierschutz. Bis Sie einen
Welpen bei einem VDH-Züchter mit dem entsprechenden Qualitätssiegel erhalten, muss der Züchter mit seinem Hund verschiedene Prüfungs- und Kontrollebenen durchlaufen.

1. Ausbildung:                                                                                                                                                         Am Anfang steht die qualifikation. die angehenden Züchter müssen sich zunächst fortbilden und das Basiswissen für die Zucht von Hunden erlangen.                                                                                                    2. Abnahme der Zuchtstätte
Ein ausgebildeter Zuchtwart des Rassehundezuchtvereins kontrolliert die Zuchtstätte des Züchters. Diese muss die strengen Vorgaben der Zuchtordnung und des Tierschutzgesetzes erfüllen.
3. Zuchtzulassung
Bei der Zuchtzulassung prüfen Experten, ob die Hunde für die Zucht geeignet sind. Dazu werden Erscheinungsbild und das Verhalten des Hundes bewertet und es müssen entsprechende Gesundheitszeugnisse von Tierärzten vorgelegt werden.
4. Zuchtlenkung
Die Zuchtvereine haben Zugriff auf die Gesundheitsdaten der Hunde und prüfen, ob die Verpaarung
von Rüde und Hündin zulässig ist oder die Gefahr von Erbkrankheiten besteht.
5. Wurfabnahme
Bei der Wurfabnahme prüft der Zuchtwart den Zustand der Mutterhündin und der Welpen. Dies wird in einem Protokoll dokumentiert und dem Zuchtverein vorgelegt.
6. Tierärztliche Versorgung
Durchgecheckt und gekennzeichnet: Die Welpen werden geimpft, entwurmt und eindeutig mittels Mikrochip gekennzeichnet.
7. Besuch beim Züchter
Bevor ein Züchter seinen Welpen verkauft, wird er die Welpenkäufer vorher ausgiebig nach ihren
Lebensverhältnissen und den Haltungsbedingungen für den Welpen befragt haben. Ein guter
Züchter interessiert sich dafür, an wen er einen Hund verkauft.                                                                               8. Ein neues Familienmitglied:
Mit dem Welpen beginnt ein neuer spannender Lebensabschnitt. Der VDH-Ahnennachweis
gewährleistet die Durchführung strenger Wurf- und Zuchtkontrollen.

© Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e.V. · Westfalendamm 174 · 44141 Dortmund